Thomas Cook Insolvenz

Thomas Cook Insolvenz

Neckermann und Öger stoppen Reiseverkauf

Das ganze Wochenende sorgte die drohende Insolvenz des britischen Reisekonzerns für Schlagzeilen, jetzt ist es offiziell. Thomas Cook hat Insolvenz angemeldet und hat auf Notgeschäftsführung umgestellt. Doch was bedeutet das für Reisende?

Was müssen Reisende beachten, die bereits am Urlaubsort sind?

Reisende, die sich derzeit am Urlaubsort befinden, sollten im ersten Schritt Kontakt zur Reiseleitung aufnehmen. Im zweiten Schritt sollten sich betroffene an den Veranstalter sowie die Insolvenzversicherung Zurich wenden. Nicht ratsam ist es, auf eigene Faust eine Ersatzunterkunft oder einen Rückflug zu buchen, da diese Kosten möglicherweise nicht erstattet werden.

Was ist mit Kunden, die in den nächsten Tagen verreisen?

Laut Thomas Cook kann die Durchführung von Reisen vom 23. und 24. nicht gewährleistet werden. Umstritten ist, ob Urlaubern, die ihre Reise am heutigen Montag oder am Dienstag nicht antreten können, Schadensersatz wegen entgangener Urlaubsfreuden zusteht. Betroffenen Urlaubern steht jedoch eine Kostenerstattung zu. Entstandene Zusatzkosten können zudem bei der Insolvenzversicherung geltend gemacht werden.

Was passiert im Falle einer Insolvenz der deutschen Töchter?

Zunächst greift die Insolvenzversicherung. Diese ist dann für alle weiteren Schritte der Ansprechpartner. Auf der Reisebestätigung ist der gesetzlich vorgeschriebene Sicherungsschein zu finden. Auf dem Sicherungsschein ist die Insolvenzversicherung des jeweiligen Veranstalters angegeben.

Was müssen Flugreisende mit Condor beachten?

Condor will den Flugbetrieb aufrechterhalten, darf aber aus rechtlichen Gründen keine Thomas-Cook-Kunden mehr zum Reiseziel bringen. Dieses gilt jedoch nicht für den Rückflug. Urlauber, die sich derzeit am Urlaubsort befinden, können damit rechnen, dass ihr Rückflug von Condor durchgeführt wird.